Best of Offsite-SEO: Erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung über Umwege

Von Johnny | SEO

Sep 06
Offsite-SEO Suchmaschinenoptimierung

Die Inhalte der eigenen Webseite zu optimieren macht Sinn. Die Technik muss stimmen, die Grafik ansprechen und der Content überzeugen – das ist selbstverständlich. Doch aus sich heraus schafft es kaum eine Internetseite auf die besten Plätze im Google-Ranking.

Erst wenn auch umfassende Unterstützung von außerhalb kommt, klettert eine Seite bis nach ganz oben. Die besten Tipps für dieses sogenannte Offsite-SEO findet ihr in diesem Mehrteiler von Online-Durchstarter.

Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist das Herzstück des Suchmaschinenmarketings. Darunter fallen alle Aktivitäten, die dabei helfen, eine Seite hoch in die organischen Ergebnisse einer Suchmaschine (in der Regel konzentriert man sich auf Google) zu befördern. Suchmaschinenoptimierung gegenüber steht Suchmaschinenwerbung (SEA), bei der schlichtweg Werbefläche in den Suchmaschinen eingekauft wird. Suchmaschinenoptimierung lässt sich wie eingangs beschrieben in Onsite- und Offsite-Maßnahmen unterteilen – das wird mitunter auch als Onpage- und Offpage-Marketing bezeichnet. Offsite-SEO sind alle Aktivitäten, die nicht direkt auf der eigenen Webseite stattfinden, jedoch positiv auf die Seite zurückwirken oder verweisen. Zum besseren Verständnis hilft ein Blick auf vier Säulen im Online-Marketing.

So klappt’s mit Google – Owned, Paid und Shared im Online-Marketing

Um zu verstehen, wie Internetseiten besser im Netz platziert werden können, lohnt die Unterteilung in diese vier Marketing-Segmente, die begrifflich halbwegs selbsterklärend sind:

Owned – beschreibt alles, was wir tatsächlich besitzen, also eine Internetseite, eine Facebook-Fanpage oder eine App, die wir nutzen, um uns oder unsere Produkte zu präsentieren.

Paid – bezieht sich auf bezahlte Dienstleistungen, mit denen wir uns oder unsere Angebote präsentieren, bewerben oder bewerben lassen – beispielsweise Werbung auf Google.

Die nächsten zwei Bereiche sind für das Offsite-SEO besonders relevant.

Shared – umfasst bereits weniger den direkten Einflussbereich eines Marketing-Verantwortlichen. Es geht um das Weiterleiten, Teilen und Verweisen, das sich ein jeder wünscht oder wünschen sollte, der sich im Internet platzieren möchte. Im Optimalfall handelt es sich natürlich um positive Erwähnungen wie Likes und Empfehlungen sowie Verweise von begeisterten Kunden und Partnern zum eigenen Internetauftritt, Webshop oder der Landingpage.

Earned – ist gewissermaßen die Königsdisziplin und ergibt sich teilweise aus den Shared-Entwicklungen. Es bezieht sich darauf, wie verdient ich mich mit meiner Seite gemacht habe und wie stark sich meine Reputation mit der Webseite entwickelt hat. Neben den gerade erwähnten Empfehlungen in Social Media und im Geschäftsumfeld beinhaltet es auch den größeren Medienrahmen: Wird meine Seite von der Presse erwähnt? Gibt es Meinungsführer, die sich zu meinem Produkt geäußert haben? Wie ist meine Online-Reputation in der Szene oder Branche und wie wirkt sich das auf meine Suchmaschinenposition aus?

Mit diesem Hintergrundwissen können wir nun auf erfolgsversprechende Maßnahmen im Offsite-SEO eingehen. In der ersten Lektion befassen wir uns mit dem vielleicht wichtigsten Baustein.

Erfolgreiches Offsite-SEO – Lektion 1: Backlinks

Backlinks und dann lange nichts: Verlinkt gewinnt!

Über strategische Verlinkung wurden bereits ganze Bücher geschrieben, was ihrer Bedeutung durchaus gerecht wird. Wir halten es jetzt aber möglichst einfach, denn die Grundprinzipien sind auch für Laien gut nachzuvollziehen. Backlinks sind schlichtweg aktive Links mit URL, die von einer anderen Internetseite auf meine eigene Seite verweisen. Wenn ich von diesen Links zu meiner Seite angemessen viele erhalte, ist das positiv für meine Platzierung im Google-Ranking. Das war schon das Wichtigste!

Natürlich haben sich einige Spezis gedacht, dass man damit leicht Geld verdienen kann, und vielfältige Mechanismen entwickelt, um genau das zu tun. Ein Ergebnis waren Linkfarmen, die zig Links von A bis Y nach Z verteilt haben, um Z eine gute Position in den Suchmaschinen zu verleihen. Das hat jedoch nicht lange funktioniert. Google und andere haben es intern verboten und mittlerweile verlieren Seiten, die massenhaft unnatürlich Links erhalten, schnell an Wert, beziehungsweise bauen erst gar keinen auf. Auch der Link-Tausch ist kritisch zu sehen. Falls sich zwei Partnerunternehmen verlinken möchten, ist das erst einmal nachvollziehbar und kann für Kunden glaubwürdig aussehen. Bis zu einem gewissen Maße findet das Google sogar in Ordnung, vielleicht sogar gut. Wer aber nur noch Links tauscht, um höher in den Suchmaschinen zu kommen, wird schlussendlich auch abgestraft.

Als Faustregel gilt hier und grundsätzlich: Links sollten natürlich entstehen!

Oder zumindest sollte es so aussehen. Das bedeutet ebenfalls, dass Links für die Suchmaschinen schön eingebettet werden dürfen. Zum Beispiel ist es nicht so effizient für das eigene Offsite-Marketing, wenn man von einer Seite Links erhält, die ansonsten nicht aktiv ist oder kaum gelesen wird. Besser ist es, beispielsweise von einem neuen Artikel zu einem interessanten Thema einen Backlink zu erhalten. Sollte also ein Kunde so nett sein, einen Link zu meiner Internetseite zu setzen, ist es ideal, wenn er beispielsweise auf seinem Firmen-Blog einen Beitrag veröffentlich. Mittendrin – gleichzeitig unauffällig und natürlich – möge er dann den Link zu meiner Internetseite platzieren.

Das führt uns zur finalen und wichtigen Frage, woher die Backlinks kommen sollten. Von Link-Farmen ja sicher nicht, wie wir schon wissen. Schlaue Köpfe könnten sich jetzt selbst Internetseiten aufbauen, um von dort zur Seite zu verlinken, die besser platziert werden soll. Das funktioniert prinzipiell, lohnt sich aber nur unter Umständen. Denn am besten ist es, wenn qualitativ hochwertige, lebendige, viel gelesene und möglichst wenig kommerzielle Webseiten zu mir verlinken. Beispiele wären neben seriösen Unternehmen, die eine inhaltlich starke Internetpräsenz pflegen, auch glaubwürdige

  • Informationsportale
  • Online-Magazine/Medien
  • Branchen-Plattformen
  • Presseportale
  • Universitäten
  • Blogs

Ein SEO-Traum sind natürlich reichweitenstarke Pressemedien, Regierungsseiten oder Online-Stars wie Wikipedia. Doch lässt sich ein Backlink von dort nicht so einfach ergattern oder ist schlecht zu managen.

Schlachtplan: Offsite-SEO mit Backlinks

Generell solltet ihr euch um Links bemühen, die von glaubwürdigen und inhaltlich relevanten Seiten zu eurer Seite verweisen. Es geht nicht so sehr um die Menge, sondern um die Qualität. Wer übermäßig viele Backlinks erhält, muss sogar mit negativen Folgen in den Suchmaschinen rechnen. Versucht zu vermeiden, dass ihr (bei jedem Link) zurückverlinken müsst. Für euch ist es am besten, dass die Links einseitig bei euch eingehen. Als Dankeschön könnt ihr statt von eurer eigenen Webseite ja beispielsweise in euren Social Media oder im Newsletter einen Link zu dem verlinkenden Partner oder Kunden setzen.

Backlink-To do

Das war jetzt alles spannend, aber ihr möchtet auch aktiv loslegen? Wie finde ich überhaupt heraus, wie es um meine Backlinks bestellt ist?

  1. Checkt jetzt bitte mit relevanten Keywords euer Google-Ranking. Notiert bitte die Ergebnisse und seid nicht traurig, wenn es noch Luft nach oben gibt. Wir wollen ja noch einiges tun!
  2. Geht jetzt bitte zu dieser Website und prüft, wie viele Backlinks zu euch verweisen (wir geben hier backlinktest gerade übrigens einen schönen Backlink). Notiert hier bitte ebenso die Ergebnisse.
  3. Startet eure Recherche nach interessanten Seiten, die netterweise einen Link zu euch setzen könnten. Schreibt sie an und versucht, möglichst viele hochwertige Verlinkungen zu erreichen.
  4. Drei bis vier Monate, nachdem die Backlinks zu euch gesetzt wurden, sollten die ersten Veränderungen sichtbar werden. Prüft das regelmäßig auf backlinktest und auf Google.
  5. Wenn ihr anfangt, bei Google und Co. hochzuklettern, freut euch und schickt uns bitte einen netten Kommentar! Backlinks nehmen wir natürlich ebenso gerne;)

Ausblick

Im nächsten Teil von Best of Offsite-SEO werden wir besprechen, wie sich online ein gutes Presse- und Medienecho erreichen lässt. Keine Angst, ihr müsst keine Journalisten bestechen. Das schöne Internet hält Alternativen bereit, die günstig, legal und vor allem sehr effektiv sind. Bis dahin!

Bildquelle: https://www.pexels.com/photo/black-samsung-tablet-computer-106344/

Über den Autor

Johnny ist Experte für Online-Marketing, seine Spezialgebiete sind Suchmaschinenoptimierung (SEO), Content-Strategien und Blogger-Networking. Wenn er nicht gerade selbst Texte verfasst oder redigiert, meditiert er über Analyse-Tools für Marketing-Kampagnen, Webseiten und Influencer.

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(2) Kommentare

[…] Der schönste Zusatznutzen von Online-PR gegenüber klassischer PR für Printmedien und Rundfunk ist der positive Effekt auf euer Suchmaschinenranking: Mit jeder im Web veröffentlichten Pressemitteilung erzielt ihr nicht nur Verbesserungen für Aufmerksamkeit, Vertrauen und Image bei den Lesern, Journalisten und euren Kunden, sondern betreibt gleichzeitig Offsite-SEO. […]

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[…] Die Suchmaschinen schicken mir mehr Besucher, je häufiger meine Webseite organisch gefunden wird, je länger die Visitor auf der Seite bleiben und je öfter sie wiederkehren. Es empfiehlt sich, sowohl guten Content hochzuladen als auch gleichzeitig weiträumig auf diesen hinzuweisen. In den Social Media, auf Partnerseiten und überall, wo ich sinnvoll einen Link zu mir platzieren kann – siehe zu Backlinks diesen Beitrag. […]

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