Social Media-Verweise in Google-Analytics – Webseiten-Besucher zuordnen und URL tracken

Von Johnny | Allgemein

Jan 03
Social Media-Verweise in Google-Analytics

Wer eine Webseite oder einen Webshop managt, freut sich über Traffic, der sich eindeutig zuordnen lässt. Regelmäßige Social Media-Besucher stärken nicht nur die Suchmaschinenposition, sondern können auch wichtige Conversions liefern. Doch wie lässt sich mit Google-Analytics nachverfolgen, welche Besucher von sozialen Netzwerken auf die eigene Seite kommen? Mit folgenden Tipps lassen sich die Social Media-Verweise in Google-Analytics teils sogar bis zur ursprünglichen URL tracken.

Manche sagen, Google-Analytics macht süchtig. In der Tat kann man viel Zeit mit dem Analyse-Webservice verbringen, die aber in der Regel gut investiert ist. Wer besucht meine Seite? Woher kommen die Besucher? Wie viel Zeit verbringen sie bei mir? Auf welchen Seiten verliere ich den meisten Traffic? Und die oft zentrale Frage: Welcher Traffic führt auch zu Conversions auf Webseite oder Webshop? Alle diese Kennzahlen lassen sich mit Google-Analytics und vergleichbaren Lösungen messen. Im Folgenden legen wir den Fokus auf Social Media-Verweise in Google-Analytics.

Social Media-Besucher zuordnen – Insights der sozialen Netzwerke selbst

Wie schlägt sich meine Firma, Marke oder mein Webshop in den sozialen Medien? Für die eigenen Kanäle lässt sich das relativ leicht den Analytics-Insights entnehmen, die Facebook, Twitter und Co. den Besitzern von (geschäftlichen) Accounts ohnehin zur Verfügung stellt. Dort können wir nicht nur einsehen, wie oft die eigenen Beiträge geliked oder geteilt werden. Man kann auch beispielsweise tracken:

  • wie vielen Menschen bestimmte Beiträge angezeigt wurden,
  • wie reaktionsfreudig die eigenen Follower gewesen sind,
  • wie sich die Performance der Posts im Vergleich gestaltet hat und
  • wie sich die Performance der eigenen Kanäle in bestimmten Zeiträumen verändert.

In der Regel wird auch angezeigt, wie oft Social Media-User auf bestimmte Links zu externen Beiträgen geklickt haben. Und das ist eine wichtige Information, wenn ihr auf sozialen Medien Inhalte präsentiert, die euch mehr Traffic auf eure Webseite oder mehr Kunden in euren Shop liefern sollen. Dies lässt sich dann auch medienübergreifend mit Google-Analytics für die eigenen Seiten auswerten.

Social Media-Verweise in Google-Analytics – das lässt sich tracken

Generell kann ich die Zahl der Besucher, die meine Webseite über die sozialen Medien erhält, leicht in meinem Google Analytics-Konto über „Berichte“ und „Akquisition“ einsehen. Einen Überblick erhalte ich unter „Top-Channels“, weitere Details, wenn ich auf „Social“ drücke und dort die unterschiedlichen „Sozialen Netzwerke“ wie etwa Facebook, Twitter, YouTube und Xing angezeigt bekomme.

Social Media-Verweise in Google-Analytics

Sehr genaue Auskunft über den Social Media-Traffic erhalte ich, wenn ich Werbung bei Facebook und Co. buche und einen Pixel auf der Webseite einbaue, der sich dann tracken lässt. Diese Art von Besuchern soll hier aber nicht weiter betrachtet werden, sondern der Fokus auf organische Besucher gelegt werden. Hier lassen sich zwei Arten unterscheiden: Besucher, über Social Media-Posts, die ich selbst hochlade, und Besucher über Posts, die andere mit einem Link zu meiner Webseite verbreiten.

Webseiten-Besucher über eigene Beiträge in sozialen Medien

Wenn ich gerade einen Artikel oder ein neues Produkt auf meine Webseite gestellt haben, kann ich das in sozialen Medien kommunizieren und dadurch hoffentlich Besucher generieren. Dies lässt sich in der Regel leicht zuordnen, weil ich z.B. auf Facebook einsehen kann, wie viele User gerade auf den Beitrag klicken. Danach kann ich auf Google Analytics checken, wie viele Besucher über Facebook bei mir landen. Leider verrät mir Facebook nicht, von welchem Beitrag genau ich den Traffic erhalten habe. Das heißt, ich kann häufig nur vermuten, dass die Besucher bei mir ankommen, weil ich gerade einen Beitrag mit Link gepostet habe.

Das ist bei Besuchern von anderen (nicht sozialen) Webseiten, die über einen Link zu mir gelangen, durchaus möglich: Sagen wir beispielsweise, dass ein Blogger auf seiner Webseite über mein Produkt geschrieben und einen Link zu meiner Seite gesetzt hat. Dann kann ich den Traffic, der für mich entsteht, über den „Verweispfad“ auf Google Analytics bis zur URL des Bloggers ganz einfach zurückverfolgen.

Webseiten-Besucher über fremde Beiträge in sozialen Medien

Bei sozialen Medien wird, wie erwähnt, unglücklicherweise kein genauer „Verweispfad“ angegeben. Das ist dann besonders schade, wenn Besucher über Posts kommen, die ich nicht selbst verfasst habe. Dieses Zuordnen von Besuchern wird auch als Social Media-Monitoring oder Social Listening beschrieben. Hierbei geht es vor allem auch darum, wie andere in den sozialen Medien über mich schreiben. So kann es sein, dass ich plötzlich viele Webseiten-Besucher von Facebook oder Twitter erhalte, ohne dass ich dort selbst etwas gepostet habe. Es haben also andere Beiträge in sozialen Medien gepostet, die einen Link zu meiner Seite oder meinem Shop enthalten. Das freut mich natürlich, aber ich wüsste auch gerne, woher genau der Traffic kommt, um zu schauen, was denn genau über mich gesagt wird. Schließlich könnte ja auch in diesem Moment ein Shitstorm aufziehen, den ich möglichst früh kontrollieren möchte.

Wer hat denn da wieder zu mir verlinkt?!

Hierfür gibt es im Netz einige Lösungen wie zum Beispiel Social Searcher oder Meltwater, die mir anzeigen, wie in letzter Zeit über meine Seite oder Marke in den sozialen Medien gesprochen wird. Sie geben auch die genauen URL an, über die ich direkt zum Post oder Beitrag auf Facebook und Co. gelange, der zur mir verlinkt. Der komplette Zugang zu diesen Tracking-Lösungen ist kostenpflichtig, aber Social Searcher bietet in der freien Version schon einen guten Überblick. Man gibt einfach den Namen der eigenen Webseite (URL), Firma oder des Produktes ein:

Social Media-Verweise in Google-Analytics

Innerhalb von Sekunden werden verschiedenste Ergebnisse aus Suchmaschinen, aber eben auch aus sozialen Medien gezeigt. Klickt man dann bei einem Facebook-Ergebnis auf „Link to the original post“ wird man zu dem Beitrag weitergeleitet, der die eigene Seite erwähnt und/oder verlinkt.

Twitter-Geheimtipp: Traffic auf Webseiten bis zur URL zurückverfolgen  

Dass soziale Medien keinen „Verweispfad“ zur URL bieten, war übrigens nur die halbe Wahrheit: eine Ausnahme ist nämlich Twitter. Mit dieser Anleitung lassen sich aus Google Analytics die genauen Tweets finden, die meine Webseite verlinkt haben.

  1. Auf Google-Analytics unter „Akquisition“ „Soziale Netzwerke“ öffnen und Twitter auswählen
  2. Über „Sekundäre Dimension“ „Akquisition“ (nochmaliger Unterpunkt) den „Verweispfad“ öffnen
  3. Acht- bis zehnstellige Kombination aus Buchstaben und Zahlen kopieren und zu Twitter gehen
  4. In der Twitter-Suche „https://t.co/“  (ohne Anführungsstriche) zusammen mit der Kombination eingeben, also z.B.: https://t.co/cTLW3gBfUN
  5. Per Suche erscheint der Tweet mit dem Link, der die Besucher zu meiner Seite gebracht hat.

Dieser Rechercheweg ist kaum jemandem bekannt und wir hoffen, dass ihn Twitter nicht ausschaltet, weil wir darüber berichtet haben;)

Das war unser kleiner Überblick für Social Media-Verweise in Google-Analytics. Hoffentlich konnten wir euch einen ersten Leitfaden an die Hand geben, um Webseiten-Besucher von Facebook, Twitter und Co. besser zuzuordnen. Wie immer freuen wir uns sehr über Ergänzungen, Fragen oder Kritik!

Bild- und Datenquellen: Google Analytics, Facebook Pixel und Social Searcher

Über den Autor

Johnny ist Experte für Online-Marketing, seine Spezialgebiete sind Suchmaschinenoptimierung (SEO), Content-Strategien und Blogger-Networking. Wenn er nicht gerade selbst Texte verfasst oder redigiert, meditiert er über Analyse-Tools für Marketing-Kampagnen, Webseiten und Influencer.

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(1) Kommentar

Rafiti vor wenigen Monaten

Nicht schlecht. Kannt ich noch nicht. Und ich kenne eigentlich alles. Auf Twitter.

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