Instagram-Marketing-Tipps 2020 – Follower-Aufbau und Tracking-Tricks für KMU

Von Johnny | Influencer

Jan 13

Instagram schaltet die Likes aus! Das war im letzten Jahr eine der größten Schlagzeilen rund um den beliebten Video- und Fotodienst. Wie sich diese Änderung auf das Marketing mit Instagram auswirken wird, muss sich noch zeigen. Seit 2019 wurden aber bereits einige Mechanismen des Onlinedienstes von Facebook umgestellt, die sich auf alle auswirken, die mit Instagram ihre Firma oder Produkte bewerben möchten. Wir haben einen Überblick zusammengestellt mit den Instagram-Marketing-Tipps 2020 – Follower-Aufbau und Tracking-Tricks für KMU.

Zunächst möchten wir einen Themenbereich überspringen, der eigentlich mit der wichtigste ist, um per Instagram mehr Menschen zu erreichen: Inhalte. Die Bedeutung von gutem und regelmäßigem Content, also ansprechenden Bildern und Stories mit den richtigen Beschreibungen und Hashtags, wurde bereits an anderen Stellen gebührend hervorgehoben. Stattdessen geht es im Folgenden um bewährte wie auch überholte Tipps und Tricks, um – über gute Inhalte hinaus – schneller zu wachsen. Dabei möchten wir vor allem Anfängern, Start-ups, KMU und Selbständigen ein paar hilfreiche Informationen an die Hand geben. Instagram-Anzeigen klammern wir dabei vorerst aus – einen Überblick dazu findet ihr hier.  

Instagram-Marketing-Tipps 2020 – Follower-Aufbau und Tracking-Tricks für KMU

Zuallererst sollten wir bedenken, dass Instagram ein soziales Netzwerk und eine Sharing-Plattform ist. Instagram lebt von der Interaktion und es macht keinen Sinn, Bilder hochzuladen und dann zu warten, dass etwas passiert. Auch Unternehmen müssen sich mit ihren Profilen ins soziale Getümmel stürzen, sich austauschen, Likes und Kommentare hinterlassen und damit zeigen, dass ihnen echte Interaktion wichtig ist. Egal, ob das nun wirklich der Fall ist oder nicht. Es gibt zwar einige Abkürzungen, um auf Instagram zahlenmäßig zu wachsen, aber nur durch aktives Engagement kann man ein Profil zu langfristigem Erfolg führen. Denken wir zumindest.

Follower, Likes und Kommentare für Instagram kaufen

Warum nicht einfach Follower, Likes und Kommentare kaufen, um das eigene Instagram-Profil aufzuhübschen? Tatsächlich haben einige der erfolgreichsten Accounts, die es heute gibt, in bestimmten Phasen auch Likes oder Kommentare und teilweise sogar Follower gekauft. Denn speziell zu Beginn ist es schwer, mit normalen Inhalten groß aufzufallen, und es ist bewiesen, dass die Leute eher Profilen folgen, die schon eine gewisse Gefolgschaft aufgebaut haben. Auf lange Sicht ist der Kauf von Followern, Likes und Kommentaren aber nicht nur Selbstbetrug, sondern auch strategisch ungeschickt beziehungsweise einigermaßen gefährlich. Die Profis erkennen heutzutage ohnehin schnell, wo echt gefolgt und interagiert wird. Und da Instagram in letzter Zeit strenger geworden ist, was das Nachhelfen angeht, können auffällige Profile – zumindest zeitweilig – blockiert werden. Gerade kleine und mittlere Unternehmen sollten hier lieber auf ein natürliches Wachstum setzen. 

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Ein Blick hinter die Kulissen der Industrie für automatisierte Likes

Gegenseitiges Unterstützen durch Engagement-Groups

Early Engagement gilt als besonders hilfreich, um mit Posts auf Instagram viele User zu erreichen. Die Logik ist die, dass Instagram solche Beiträge, die schnell viele Likes und Kommentare erhalten, eher weiteren Menschen anzeigt. In diesem Zusammenhang wurden in den letzten Jahren mehr und mehr sogenannte Engagement-Groups gebildet, in denen sich meist schon größere Profil-Besitzer in Gruppen, z.B. auf WhatsApp oder Telegram, zusammenschließen. Sie liken und kommentieren sich gegenseitig auf Instagram, wobei, teilweise mit automatisierter Hilfe, genau geprüft wird, dass jeder die richtige Menge an Interaktionen tätigt, um bestimmte Aktionen zurückzuerhalten. In manche Gruppen erhält man erst Zutritt, wenn man eine bestimmte Followerschaft (z.B. zwei-, vier- oder zehntausend Folgende) aufgebaut hat. Lohnt sich das? Bei automatisierten Lösungen läuft man wieder Gefahr, gesperrt zu werden, wenn Instagram plötzlich seine Regeln ändert. Sich gegenseitig in bestimmten Netzwerken zu pushen ist aber an sich keine schlechte Idee. Wer mit seinem Profil aktiv anderen folgt, wird idealerweise sowieso einen Kreis von gegenseitigem Support aufbauen. Diese Best Liker unter den eigenen Followern, die regelmäßig und schnell reagieren, sind enorm wertvoll. Wir empfehlen, es bei dieser organischen Form der Unterstützung zu belassen und Engagement Group-Automatisierungen zu vermeiden. 

Automatisches Folgen, Liken und Kommentieren

Ähnlich wie beim Kauf von Folgenden, Likes und Kommentaren lässt sich auch mit teils kostenpflichtigen Tools der Austausch auf Instagram automatisiert anschieben – wobei häufig das eigene Profil als Tauschmittel gilt. Denn man nutzt eine App, ein Plug-in oder eine Extension, um anderen Profilen automatisiert zu folgen oder darauf Likes und Kommentare zu hinterlassen. Speziell das massenhafte Folgen und Entfolgen war bis 2019 ein verbreiteter Trend, gerade bei großen Influencern.

Follow-Unfoll-Masche auf Instagram

  • Influencer folgten tausendfach normalen Usern, die oft ganz glücklich zurückfolgten.
  • Nach einigen Tagen oder Wochen entfolgten die Influencer dann ebenso tausendfach.
  • Viele Normalos merkten das nicht und blieben den Influencern (bis heute sehr) treu.
  • Auf diese Weise wuchsen zahlreiche Influencer-Profile in kurzer Zeit rasant an.

Nett ist das natürlich nicht! Und widerspricht außerdem dem Prinzip der Gegenseitigkeit, das wir für den besten Wachstumsmotor auf Instagram halten. Viel wichtiger aber: Mittlerweile hat Insta seine Regeln umgestellt, sodass man schneller gesperrt wird, wenn man übermäßig folgt und entfolgt. Automatische Kommentare sind auch eher lästig, weil sie oft nicht zu den Bildern passen – und echt mal: Es ist doch peinlich, wenn ein Foto mit „You look hot“ kommentiert wird, obwohl darauf gar keine Person gezeigt wird, oder? Automatisiertes Liken im moderaten Rahmen mit ausgewählten Hashtags befürworten hingegen noch immer manche Praxisexperten. Zumindest ein paar Hundert Likes kann man so pro Tag mit ausgewählten Hashtags hinterlassen und dadurch zahlreiche Profilbesuche und Likes zurückerhalten. Aber: Auch hier ist Vorsicht geboten, denn es droht weiterhin die Gefahr einer Sperre: Instagram wird hinsichtlich der Like-Bots offenbar zunehmend strenger.

Follow oder Unfollow? Tracking-Tricks für Instagram

Wer folgt mir? Und wie lange? Wer entfolgt, obwohl ich treu geblieben bin? Das lässt sich recht genau mit Apps wie FollowCop einsehen. Sie zeigen, wer mir wann und wie lange folgt – und, ob wir uns gegenseitig folgen. Das sind wertvolle Einblicke, um Follower-Ströme auf dem eigenen Profil besser zu verstehen und zu beeinflussen. Ab und zu ist es ebenfalls beim Aufräumen der Profile, denen man folgt, eine Hilfe. Generell ist es zwar nicht schlimm, wenn man einigen Profilen folgt, die auch mir folgen. Aber die eigenen Follower sollten nicht ausschließlich aus den selbst gefolgten Profilen bestehen. Vor allem sind die besagten Tracking-Tools eine gute Möglichkeit, die oben erwähnten Fake-Follower, die einem nur kurz folgen, um selbst ein Follow zu bekommen, zu identifizieren. Ihnen kann man getrost die Gefolgschaft kündigen.

Instagram-Prognose und Marketing-Empfehlung für kleine Budgets

Wie schon gesagt, geht Instagram inzwischen strenger gegen (automatisierten) Betrug vor. Und wir finden es grundsätzlich gut, dass damit der Fake-Wahnsinn etwas eingeschränkt wurde. Die zwischenzeitliche Plage der Eine-Woche-Follower ist in den letzten Monaten spürbar zurückgegangen. Zahlreiche Profil-Manager, mit denen wir im Austausch stehen, haben genauso wie wir selbst allerdings auch gemerkt, dass die natürlichen Reichweiten auf Instagram spätestens seit Sommer 2019 reduziert wurden. Der Verdacht liegt auf der Hand, dass Instagram in diese Richtung einwirkt, um schlichtweg mehr Werbung zu verkaufen. Das ist irgendwo verständlich, aber es schmerzt zugleich, dass es immer seltener reicht, richtig schönen Content hochzuladen. Heutzutage muss man öfter Geld für Werbung in die Hand nehmen, um andere damit überhaupt erst zu erreichen.

Vor diesem Hintergrund möchten wir Unternehmen mit kleinen Budgets raten, nicht zu sehr die großen Massen anziehen zu wollen. Es sei denn, viele Folgende sind für das eigene Business wirklich unabdingbar. In den meisten Fällen, beispielsweise bei vielen Selbständigen, die Instagram als flankierende Werbe-Plattform nutzen, sind anfangs und auf natürlichem Weg keine Follower-Unmengen zu erwarten. Ohnehin sind die nicht immer nötig, da ein kleiner, aber authentischer und aktiver Kreis meist viel realistischer aussieht. Und der macht ehrlich gesagt auch mehr Spaß, als nur gekaufte Emojis zu zählen, die mir kurzzeitig das Profil aufblähen.

Fazit: Instagram-Marketing-Tipps 2020 – Follower-Aufbau und Tracking-Tricks für KMU

  1. Instagram ist und bleibt ein soziales Medium und lebt von echter Interaktion
  2. Der Kauf von Followern, Likes und Kommentaren ist vergänglich und gefährlich(er)
  3. Natürlich entstandene Engagement-Groups können echtes Wachstum fördern
  4. Die (uncoole) Follow-Unfoll-Masche wurde  von Instagram stark eingeschränkt
  5. Follow-Tracking hilft dabei, die Follower-Ströme meines Profils zu verstehen
  6. Natürliche Instagram-Reichweiten sind seit 2019 (nochmals) zurückgegangen
  7. KMU, Selbständige und Sparfüchse sollten auf Klasse statt Masse setzen

Viel Erfolg beim Umsetzen der Instagram-Marketing-Tipps 2020 – Follower-Aufbau und Tracking-Tricks! Meldet euch gerne bei weiteren Fragen.

Bildquelle: Unsplash

Über den Autor

Johnny ist Experte für Online-Marketing, seine Spezialgebiete sind Suchmaschinenoptimierung (SEO), Content-Strategien und Blogger-Networking. Wenn er nicht gerade selbst Texte verfasst oder redigiert, meditiert er über Analyse-Tools für Marketing-Kampagnen, Webseiten und Influencer.

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(2) Kommentare

offkay__ letzten Monat

Danke für den Tipp über Follower-Tracking

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ferdifletscher letzten Monat

wie ich diese fake-profile hasse, genauso wie die billige follow-follower. ich habe ein kleines profil seit zwei jahren und habe mal gezählt (mit followcop natürlich): meine rund 1.000 follower haben sich schon einmal komplett ausgewechselt, es haben also mindestens 1.000 wieder entfolgt – natürlich vor allem die follow-geier. da finde ich die neuen regeln auch gut. es stimmt aber auch dass reichweiten runtergehen. insta ist facebook ist gierig ist kapitalismus ist usa ist insta ist leider geil… ahoi!

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