Facebook-Anzeigen unter 18 – Tipps und Alternativen für junge Zielgruppen 2021

Von Johnny | Facebook

Sep 19
Facebook-Anzeigen unter 18 - Einschränkungen, Tipps & Alternativen 2021

Anzeigen auf Facebook erfreuen sich großer Beliebtheit in der Werbebranche. Auch dadurch konnte Facebook im Jahr 2020 einen Umsatz von stolzen 86 Milliarden US-Dollar verdienen. Die Möglichkeiten, junge Zielgruppen anzusprechen, wurden in 2021 jedoch eingeschränkt. Wir geben einen Überblick und stellen Alternativen vor, um mithilfe von Facebook-Anzeigen und darüber hinaus junge Leute anzusprechen. Facebook-Anzeigen unter 18 – das sind die Einschränkungen für junge Zielgruppen in 2021.

Facebook wird seit jeher vorgeworfen, nicht sorgfältig mit den Daten auf seinen Plattformen umzugehen. Einige Skandale haben gezeigt, dass diese Vorwürfe sehr berechtigt sind. Angesichts des aktuellen Trends zu mehr Datenschutz versucht Facebook auch schon seit einiger Zeit, verantwortlicher mit Userdaten umzugehen – bzw. zumindest diesen Eindruck zu erwecken. In diesem Zusammenhang wurden im Jahr 2021 Werbemöglichkeiten für Menschen unter 18 eingeschränkt.

Keine Facebook-Anzeigen unter 18 nach Interessen

Eine besonders einschneidende Änderung für Zielgruppen, die unter 18 Jahre alt sind, ist die Abschaffung für Werbung auf Basis von Interessen. Für Erwachsene lassen sich weiterhin vielfältige Interessenskategorien auswählen, wenn man Werbung schaltet. Die sind sehr hilfreich, wenn Werbende z.B. wissen, welche Produkte in der eigenen Zielgruppe begehrt sind. Solche Vorlieben und Verhaltensweisen sind logischerweise dann auch in der eigenen Werbung sehr hilfreich.

Wer ab 2021 in der Facebook-Werbung Minderjährige ansprechen möchten, muss sein Targeting, also die Ausrichtung der Zielgruppe, aber auf das Alter und den Wohnort beschränken. Das ist immer noch sehr wertvoll, aber ich kann jetzt eben nicht mehr mit weiteren Details arbeiten.

Vorteile der Facebook-Werbung ohne Interessen-Targeting

Suche ich als Firma beispielsweise neue und junge Arbeitskräfte in meiner Region, muss ich die Werbung breiter streuen. Generell kann das auch Vorteile haben, weil ich z.B. nicht nur mit einer möglicherweise zu engen Zielgruppen-Einstellung arbeite. Wenn ich beispielsweise Handwerker/innen suche, werde ich mit der Anzeige zusätzlich solche ansprechen, die vielleicht eigentlich eine andere Ausbildung geplant hatten, aber trotzdem interessiert sind.

Aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer lässt sich natürlich außerdem anbringen, dass Facebook und Co. nun nicht mehr mit allen möglichen Daten auf die Jagd auf mich gehen – zumindest nicht, bis ich 18 Jahre alt werde. Denn dann startet wieder das übliche Targeting der Unternehmen. Für Firmen sind Facebook-Anzeigen unter 18 ohne Interessen-Targeting aber eher nachteilig.

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Nachteile der Facebook-Werbung ohne Interessen-Targeting

Denn die größte Stärke von Facebook für Werbende ist schließlich das genaue Targeting. Ich kann neben demografischen Details passgenau einstellen, was meine Zielgruppen mag, sucht oder bewegt. Diese Werbung ist erfahrungsgemäß deutlich zielführender als Anzeigen ohne Interessen-Targeting. Damit geht ein weiterer, großer Nachteil einher.

In der Regel wird die Werbung ohne Zielgruppen-Details weitaus teurer. Wenn eine Firma in einer Nische unterwegs ist und nur eine kleine Zielgruppe der Minderjährigen anspricht, zahlt sie jetzt mehr Geld, um diese zu erreichen. Denn ich muss meine Anzeigen länger und größer ausspielen. Um damit zumindest irgendwann – hoffentlich – doch noch meine kleine Gruppe an Interessierten zu erreichen.

Facebook könnte sich also sogar einen finanziellen Gefallen getan haben. Sicher werden weiterhin viele Werbende auf die Netzwerke des Social Media-Giganten setzen. Wer will schon, gerade bei jungen Zielgruppen, auf Instagram- und WhatsApp-Werbung verzichten, die ebenfalls ein Teil von Facebook ist? Entsprechend müssen sie nun mehr für Anzeigen bezahlen, um ihre Ziele zu erreichen.

Facebook-Werbung unter 18 – Alternativen auf und neben Facebook

Was können Werbende tun, um trotzdem noch die richtigen Zielgruppen unter 18 zu erreichen? Auf Facebook können sie Werbung erstellen, die inhaltlich und visuell komplett auf die jungen Leute ausgerichtet ist – und auch nur an sie ausgespielt wird. Ich kann also z.B. eine junge Werbung erstellen, die nur 16- und 17-Jährigen in einer bestimmten Region gezeigt wird.

Zudem kann ich Facebook erlauben, meine Werbeanzeigen zu optimieren, indem ich unterschiedliches Material zur Verfügung stelle, aus dem Facebook die beste Variante auswählt. Hier lässt Facebook also schon das Nutzerverhalten meiner Zielgruppen einfließen und optimiert auch gewissermaßen auf Grundlage deren Verhaltens, das ich im Targeting nicht mehr direkt adressieren kann.

Nicht zuletzt sollten sich Werbende spätestens jetzt auch mit anderen Werbemöglichkeiten als Facebook-Anzeigen unter 18 auseinandersetzen. Z.B. ist Werbung auf TikTok eine Option, wo ohnehin vor allem junge Menschen unterwegs sind. Oder ich arbeite mit jungen Inhalten in Google-Anzeigen, die per Suchbegriff ältere Generationen ausschließen. Das geht z.B. durch die Verwendung von Jugendsprache. In jedem Fall wird darüber hinaus guter Content, der die richtigen Zielgruppen zu mir führt, (wieder) deutlich wichtiger.

Fazit – scheinheilige Facebook-Anzeigen unter 18

Facebook hat sich mit der neuen Einstellung vermutlich vor allem selbst einen Gefallen getan. Zwar verlieren Werbende Targeting-Möglichkeiten, doch sie werden deshalb wohl mehr Geld auf der Plattform ausgeben (müssen), um so erfolgreich wie bisher zu werben.

Zugleich kann sich Facebook in Hinblick auf junge Leute medienwirksam als Datenschützer präsentieren. Obwohl natürlich weiterhin kräftig Geld mit jungen Zielgruppen verdient wird, die ab dem 18. Lebensjahr wieder mit allen Targeting-Optionen erreichbar sind.

Über den Autor

Johnny ist Experte für Online-Marketing, seine Spezialgebiete sind Suchmaschinenoptimierung (SEO), Content-Strategien und Blogger-Networking. Wenn er nicht gerade selbst Texte verfasst oder redigiert, meditiert er über Analyse-Tools für Marketing-Kampagnen, Webseiten und Influencer.

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